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Hausdurchsuchung

Checkliste: Was tun bei Hausdurchsuchung?

  1. Höflich und ruhig bei der Hausdurchsuchung bleiben, keinen Widerstand leisten
  2. Auf keinen Fall vor der Hausdurchsuchung anfangen Dinge zu verstecken oder zu vernichten
  3. Kontaktieren Sie im Rahmen der Hausdurchsuchung sofort Ihren Rechtsanwalt, dies darf nicht untersagt werden und häufig warten die Beamten vor der Hausdurchsuchung diesen Schritt ab – falls nicht vorhanden bisher: Suchen Sie nach der Durchsuchung umgehend einen Strafverteidiger, der reagieren kann, es ist Eile geboten.
  4. Sagen Sie auch während der Hausdurchsuchung ohne Beratung nichts – das gilt sowohl für Sie als auch für ihren Angehörigen. Sie lassen sich nicht zur Sache ein, egal was versprochen oder womit gedroht wird!
  5. Unterschreiben Sie nichts im Verlauf der Hausdurchsuchung, händigen Sie nichts den Ermittlern unmittelbar selber aus.
  6. Lassen Sie sich in jedem Fall bei der Hausdurchsuchung Durchsuchungsbeschluss und Sicherstellungsprotokoll aushändigen.
  7. Prüfen Sie, gegen wen sich die Durchsuchung richtet und kontrollieren genau, dass nur die im Durchsuchungsbeschluss genannten Räume bei der Hausdurchsuchung betreten werden.
  8. Papiere und Dokumente sind zu versiegeln, nicht vor Ort zu lesen ausser von einem Staatsanwalt.
  9. Strukturieren Sie vorhandene Informationen, die Sie Ihrem Strafverteidiger in konzentrierter Form mitteilen können: Was ist geschehen, welcher Tatvorwurf steht im Raum?
  10. Bei Festnahme eines Angehörigen anlässlich der Hausdurchsuchung: Rufen Sie den Strafverteidiger umgehend an. Verschwenden Sie keine Zeit mit langer Informationsbeschaffung! Denken Sie daran, dass jede Minute, die Ihr Angehöriger im Gewahrsam der Ermittlungsbehörden ist, das Risiko erhöht, dass er anfängt “zu plappern” und sich um Kopf und Kragen redet!
  11. Reden Sie nicht am Telefon über die Sache oder den Vorwurf – mit niemandem!

Der Durchsuchungsbeschluss

Der Durchsuchungsbeschluss ist die richterliche Grundlage der Hausdurchsuchung. Beim Lesen sollte von oben nach unten vorgegangen werden:

  1. Welches Gericht hat ihn erlassen?
  2. Gegen wen richtet sich der Beschluss, ist diese Person auch gerade betroffen?
  3. Um welchen Tatvorwurf geht es, hier steht ein „wegen“ am Anfang
  4. Welche Räumlichkeiten sind zu Durchsuchen, diese sind konkret bezeichnet, auch Fahrzeuge sind zu benennen, zumindest allgemein dahingehend, dass diese zu durchsuchen sind – nur im benannten Bereich darf die Durchsuchung dann stattfinden!
  5. Was ist ggfs. zu beschlagnahmen, auch hier muss zwar nicht im Detail jeder Gegenstand benannt sein, aber zumindest abstrakt umschrieben sein
  6. Unter „Gründe“ findet sich dann einmal eine kurze Sachverhaltsschilderung und woraus sich der Tatverdacht für den Richter ergeben hat.
Strafverteidiger Jens Ferner

Von Strafverteidiger Jens Ferner

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